Bares für Rares - Die Trödel-Show mit Horst Lichter Poster

80.000 Euro: Sensationsfund wird für „Bares für Rares”-Kandidaten zum Debakel


Susan Engels  

Horst Lichter und seine Trödelshow „Bares für Rares“ sind seit fünf Jahren feste Zugpferde beim ZDF und fahren regelmäßig Traumquoten ein. In der XXL-Ausgabe am Mittwochabend wurde den Zuschauern jetzt ein echter Sensationsfund präsentiert. Ein klitzekleines Detail ließ das Schätzchen dann allerdings zum echten Debakel werden. 

Am vergangenen Mittwoch spendierte das ZDF seinen „Bares für Rares“-Fans zum bereits fünften Mal eine Primetime-Ausgabe vor herrschaftlicher Kulisse. Der Quotenrenner hatte auch dieses Mal wieder echte Schätze, herrlichen Nippes und spannende Händlergefechte in petto.

Besonderes Aufsehen erregte ein Kandidatenpaar aus Wiesbaden, das mit einem wunderschönen Ölgemälde vor die ZDF-Kameras trat und gebannt Albert Maiers Expertise lauschte. Der Kunsthändler zeigte sich begeistert und berichtete gleich zu Anfang von einer waschechten „Sensation“. Bei näherer Betrachtung stieß der Experte allerdings auf ein nicht unwesentliches Manko, durch das den Besitzern unglaubliche 80.000 Euro flöten gingen!

Ein Wert von bis zu 100.000 Euro – wäre da nicht ein entscheidendes Manko

Doris und Dieter Machill kamen extra aus Wiesbaden nach Königswinter angereist, um ihr faszinierendes Ölgemälde aus dem 16. Jahrhundert bei „Bares für Rares“ an den Mann zu bringen. Experte Albert Maier nahm sich des Schätzchens gleich an und konnte seine Begeisterung kaum zurückhalten, wie auch der Stern berichtet. „Allein der Rahmen ist eine Sensation“ stellte der Antiquitätenhändler voller Bewunderung für das betagte Objekt fest. Die Besitzerin hatte es 1981 von ihrem Vater geschenkt bekommen – ihre Preisvorstellung gab Doris Machill mit etwa 4.000 Euro an. Alleine der Rahmen sei laut Maier jedoch 1.500 Euro wert. Während der Experte das Werk weiteren prüfenden Blicken unterzieht, muss er jedoch feststellen, dass es bei Weitem nicht perfekt ist. Das Portrait wurde bereits einmal repariert. Doch damit nicht genug, denn entscheidend für die finale Schätzung Maiers sei die fehlende Signatur des Künstlers: „Leider kann ich das Bild nicht direkt dem Maler zuordnen, da es nicht signiert ist. Wäre es signiert, wäre es 90.000 bis 100.000 Euro wert.“ Diese Einschätzung verschlägt selbst Horst Lichter die Sprache.

So wurde der Moderator übrigens zum Aushängeschild von „Bares für Rares“:

Fast gescheitert: So wurde Horst Lichter Moderator bei „Bares für Rares“

Alleine das Fehlen der Unterschrift bedeutet für das Wiesbadener Ehepaar rund 80.000 Euro Wertverlust. „Das Gemälde ist 10.000 bis 15.000 Euro wert“, stellt der Antiquitätenhändler abschließend fest. Dass ein fehlendes Namenskürzel einen solch enormen Preisabfall verursachen kann, hat selbst Trödelkönig Horst Lichter noch nie erlebt.

Immerhin gibt es für das Ehepaar aus Hessen im Händlerraum dennoch ein Happy End. Mit einem Gebot von 8.500 Euro erhält schließlich Händlerin Susanne Steiger den Zuschlag. Das sind immerhin 4.500 Euro mehr, als Doris Machill anfangs erwartet hatte. Beide Seiten sind zufrieden, der Deal ist geglückt. Auch wenn ein paar Buchstaben die Eheleute um ein paar zehntausend Euro reicher gemacht hätten, hat sich das Geschäft, wie so oft bei „Bares für Rares“, dennoch gelohnt.

Andere spektakuläre Funde, echte Flops und Tops aus fünf Jahren „Bares für Rares“ könnt ihr euch hier anschauen:

Von Top bis Flop: Die spektakulärsten Verkäufe bei „Bares für Rares“

Hat dir "80.000 Euro: Sensationsfund wird für „Bares für Rares”-Kandidaten zum Debakel" von Susan Engels gefallen? Schreib es uns in die Kommentare oder teile den Artikel. Wir freuen uns auf deine Meinung - und natürlich darfst du uns gerne auf Facebook, Twitter oder Instagram folgen.

News und Stories

Kommentare